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Elisabeth Kappaurer, Riesenslalom- und Speed-Spezialistin aus Vorarlberg, hat drei Monate vor ihrem 31. Geburtstag ihre Laufbahn als Skirennfahrerin für beendet erklärt. In den vergangenen Wochen war der Alltag der Vorarlbergerin von Unsicherheiten geprägt. „In den letzten Wochen war es jeden Tag ungewiss, wie mein Knie auf das Training auf und abseits der Piste reagieren würde.
Ski Alpin
- Wenn man aber von acht Monate von einem Rennen zum anderen zieht, kann man nicht pausenlos an den Sport denken.
- Einen wesentlichen Beitrag war die Unterstützung im Olympiazentrum und beim Bundesheer.
- Die Rücktrittswelle bei den österreichischen Ski-Damen nimmt kein Ende.
März 2018 stand Elisabeth Kappaurer zuletzt am Start eines Weltcuprennens. Danach folgte eine beinahe schon unglaubliche Verletzungsserie. Doch die 27-jährige Vorarlbergerin gab niemals auf – und wird nun belohnt. Am kommenden Dienstag wird sich die Head-Pilotin beim Riesentorlauf in Lienz erstmals nach exakt 1390 Tagen wieder aus einem Weltcup-Starthaus katapultieren. Das verrückteste Erlebnis in meiner sportlichen Laufbahn war…Ich finde es immer wieder verrückt wenn mich Leute fragen was ich beruflich mache. Wenn ich nämlich antworte ‚Ich bin Spitzensportler‘, ist die Reaktion meist ‚Und was machst du sonst noch?
Auch wenn dieser Schritt wieder eine längere Reha-Phase bedeutet, bin ich erleichtert, mich für diesen Weg entschieden zu haben», sagt sie. Während ihrer Karriere musste die Vorarlbergerin einige schwere Rückschläge hinnehmen. Bereits 2019 verletzte sich die Technik-Spezialistin schwer, brach sich in Argentinien ihr Schien- und Wadenbein und bestritt dann über drei Jahre hinweg kein Rennen mehr. Im Oktober desselben Jahres erlitt die Technik-Spezialistin einen Knorpelschaden, kämpfte sich wieder zurück, musste dann aber erneut operiert werden.
Abseits vom Skisport scheint du Gefallen am Lehrberuf zu haben. Gibt es diesbezüglich konkrete Ziele?
Platz elf in der alpinen Kombination von Crans Montana im Februar 2017 steht als bestes Resultat zu Buche. Dass sie heuer die komplette Vorbereitung bestreiten konnte, war für die Sportlerin vom SC Bezau keine Selbstverständlichkeit. „Das war eigentlich schon ein kleiner Sieg für mich, weil ich halbwegs schmerzfrei Ski fahre. Umso besser, wenn es so funktioniert wie heute“, freute sich Kappaurer in Sestriere. Kappaurer wurde bereits in der Klinik Hochrum operiert, sie wird nun mehrere Monate pausieren. Ein qualitativ gutes Training ist einfach nicht möglich, wenn man nicht schmerzfrei ist“, sagte die 30-Jährige.
Drei Ländle-Cracks fix bei WM
Es gibt nur sehr wenige Sportler, die als Einzelkämpfer Erfolge feiern. Ich bin ein geselliger und freudiger Typ von Mensch, dem es keine Probleme bereitet, mich über meine eigenen Erfolge, aber auch über jene von Freuden zu freuen. Solche Gedanken waren schon da, speziell zu Beginn der Reha, wenn man auf Krücken läuft. Es war ja so, dass man beim Schien- und Wadenbein die Patellasehne durchgeschnitten hat, um den Nagel zur Stabilisation des Knochens anzubringen. So habe ich zur eigentlichen Verletzung zusätzlich noch eine Knieverletzung dazubekommen. Im Krankenhaus hat man zu mir gesagt, ich soll aufstehen, ohne dabei die vordere Muskulatur des Oberschenkels anzuspannen bzw.
Comeback fix! ÖSV-Ass in Killington zurück im Weltcup
"Es fühlt sich wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag gleichzeitig an", erklärt Kappaurer gegenüber der "Krone". Am Donnerstag zog sie in Sölden die ersten Schwünge nach ihrer langen Leidenszeit. "Es war der perfekte Tag und einfach nur voll cool. Es hat alles problemlos funktioniert", so Kappaurer. Bruch des rechten Schien- und Wadenbeins sowie den linken Schienbeinkopfs lautete damals die niederschmetternde Diagnose. Nach mehreren Operationen und monatelanger Reha steht die Vorarlbergerin nur vor ihrem Comeback auf Schnee, die Ärzte haben ihr Grünes Licht gegeben.
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2014 krönte sie sich zudem zur Junioren-Weltmeisterin in der Super-Kombination. Kappaurer debütierte vor zehn Jahren im Weltcup und fuhr in 47 Rennen 10 Mal unter die besten 15. Die immer wieder von Verletzungen geplagte 31-jährige Vorarlbergerin betonte in einer Aussendung des ÖSV, dass es Zeit sei, "auf die Signale meines Körpers zu hören und ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen".
Kappaurer: "Ein Sieg, halbwegs schmerzfrei Ski zu fahren"
Der „Krone“ hat die 30-jährige Vorarlbergerin verraten, warum das Karriereende für sie keine Niederlage ist. Schon 2017 und 2018 gewann die Vorarlbergin den RTL im Rahmen elisabeth kappaurer der österreichischen Meisterschaften. Eigentlich ist der Kraftraum dort sogar zu meiner ersten Heimat geworden. Doch hier fühle ich mich wohl und durch den einzigartigen Geist, der unter Sportlern herrscht, habe ich hier auch die Kraft für neue sportliche Ziele gefunden. Ich war von Anfang an voll motiviert, es hat durch die lange Absenz aber doch einige Zeit gedauert, bis ich wieder richtig in Schwung gekommen bin. Einen wesentlichen Beitrag war die Unterstützung im Olympiazentrum und beim Bundesheer.